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Google I/O Bericht Teil 2

Für einige gehören die Google Büros zu einer Sehenswürdigkeit, die man mitnehmen muss, wenn man San Francisco besucht. Ich hatte das Glück, dass ich als Google Developer Group Manager zu einer sehr besonderen Veranstaltung eingeladen wurde. In den letzten und auch in diesem Jahr hat Google immer vor der I/O Konferenz die Verantwortlichen der GDGs nach Mountain View eingeladen. Da ich dieses Jahr auch die I/O besuche, habe ich dieses Angebot natürlich angenommen. Wann kommt man auch sonst mal zu solch einer Chance?

Die Veranstaltung, von der ich jetzt also berichten möchte, ist das GDG Organizer Summit. Ein Summit ist ein Treffen mehrerer Usergroup-Verantwortlichen. Bei dem Summit wird sich über die verschiedenen Erfahrungen ausgetauscht. Mein Ziel war es bei dieser Veranstaltung neue Eindrücke zu erhalten, sodass ich auch in Bremen mehr Teilnehmer auf die eigene Usergroup aufmerksam machen kann.

Am Sonntag bin ich also über Frankfurt nach San Francisco geflogen. Da es mein erster Aufenthalt in den Staaten ist, war ich sehr aufgeregt. Habe ich an alles gedacht, klappt alles mit meiner ESTA, habe ich nicht doch was falsches im Koffer, was nicht durch die Kontrollen geht, usw. Zum Glück hat alles einwandfrei funktioniert. Ich habe meinen Flug in einer A380 genossen, nur das Sitzen von 11 Stunden wurde irgendwann anstrengend. Für das Summit zahlt Google die Übernachtung für zwei Tage in einem Hotel in der Nähe von Mountain View. Ich bin im Marriott Hotel in Santa Clara untergekommen. Santa Clara ist mit dem Bus ca. 20-30 Minuten entfernt vom Flughafen. Natürlich war ich nach dem langen Flug, der kurzen Nacht davor und dem nicht enden wollenden Tag sehr erschöpft, nichts desto trotz war ich sehr begeistert neue Personen kennenzulernen und bekannte Gesichter wiederzusehen. Deshalb habe ich mich gleich mit 14 anderen GDG Manager in ein nahe gelegenes Steakhaus begeben. Dort habe ich sowohl mit deutschen, als auch französischen und afrikanischen Managern diniert.

Am nächsten Tag begann der erste von zwei Summit-Tagen. Wir wurden mit Bussen von unseren Hotels abgeholt und nach Mountain View gebracht. Das Erlebnis, auf diesem Campus von Google zu sein, ist einfach atemberaubend. Überall findet man Skulpturen oder Geräte, die einen begeistern. Zum Beispiel steht vor einem Gebäude ein T-Rex-Skelett mit Flamingos im Maul und im Bauch. Außerdem habe ich ein Cricket-Tisch gefunden. Das kann man sich, wie Tischfußball, nur mit der Sportart Cricket, vorstellen. Überall wird man von Details eingefangen, sodass viele der Teilnehmer länger als sonst auf der Toilette waren, da dort Code-Beispiele mit Rätseln oder üblichen Fehlern aufgehängt wurden.

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In diesem Jahr haben an dem Summit über 200 Manager teilgenommen. Hierbei kamen nicht nur Manager aus Europa und Nordamerika, sondern auch Asien, Afrika und Südamerika waren sehr gut vertreten. Ich habe mit verschiedenen Personen aus Thailand, Ägypten, Österreich, Polen und weiteren Ländern über deren GDGs und Technologien gesprochen. Besonders aufregend, waren die Begegnungen mit Besitzern einer Google Glasses. “Ok glass” hörte man nur aus einer Ecke und auf einmal bildete sich eine große Menschentraube dort. Der Grund dafür? “Ok glass” ist der Sprachbefehl, um die Brille aufmerksam für weitere Befehle zu machen. Wenn man also sagt “Ok glass, take a picture”, wird die Brille ein Foto schießen. Wer mir auf Google+ oder Facebook folgt, wird sicherlich beobachtet haben, dass ich die Brille aufhaben durfte. Ich habe mir hierbei die Steuerung und die Soundqualität des Gerätes vorführen lassen und beeindruckt bin ich schon irgendwie, obwohl ich immer noch denke, dass die Nutzung des Gerätes eher einer Smartwatch gleich kommt. Von der Akkulaufzeit, habe ich mir sagen lassen, dass die Brille ca. 5-6 Stunden bei normaler Nutzung aushält. Bei der Aufnahme von Videos wohl aber maximal nur 30 Minuten schafft. Der Ton der Brille wird auf den Knochen hinter dem Ohr gegeben. Ich fand die Qualität sehr gut. Außerdem können danebenstehende Personen den Ton nicht hören.

Der erste Summit-Tag war mit Vorträgen von führenden GDG Managern, viel Essen und Trinken, sowie mit viel Wissensaustausch gespickt. Ich habe sehr viele Eindrücke mitgenommen und kann garnicht in Wort fassen, wie sehr mir dieser Tag gefallen hat. In jeder Pause wurde man in neue interessante Gespräche verstrickt. Neben den Vorträgen zu vergangenen Veranstaltungen, sowie zukünftig geplanten Aktionen, war das Abendessen der Hammer. Ich meine hierbei nicht das Essen, obwohl dies bei Google auch sehr gut ist (ich habe mich mit Bacon vollgestopft), sondern den Austausch von regionalen Essen und Trinken. Ich habe ein bisschen Schokolade von Hachez mit zum Treffen genommen und habe im Ausgleich verschiedenste Süßigkeiten und Schnäpse probieren dürfen. Dieser Teil der Veranstaltung war sehr aufregend, da man innerhalb kürzester Zeit viel neues erfahren hat.  

Am zweiten Tag wurden vormittags wieder verschiedenste Vorträge gehalten und nachmittags wurde eine Tour durch einige Google-Gebäuden mit uns gemacht. Dabei haben wir auch den, eigentlich nicht öffentlichen Google-Store in Mountain View besucht und konnten dort einkaufen. Da es allerdings keine Appengine Sachen dort gab, habe ich nur Kleinigkeiten geholt. Bei der restlichen Tour gab es noch zwei Highlights für mich. Einerseits haben wir das Android-Gebäude besucht. Vor diesem Gebäude stehen mehrere Figuren, die die süßen Versionen Androids aufzeigt. In dem folgenden Foto schaue ich durch die Honeycomb Figur, die Version 3.0, also die Einführung einer Tablet-UI, repräsentiert.

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Neben dem Android-Büro habe ich mich noch mit einem ganz besonderen GDG-Manager unterhalten. Akram Dweikat kommt aus Palästina und hat trotz mehreren Schwierigkeiten einen sehr starken Durchsetzungswillen. Er organisiert GDGs in einem Land, was kein offizielles Land ist und sehr abgeschottet wird. Für uns ist das kaum vorstellbar. Er hat kein GPS, kein Amazon und auch viele Google Dienste sind für ihn nicht nutzbar. Dennoch stemmt er sich gegen diese Tatsachen und setzt sich dafür ein, dass die Entwickler aus Palästina möglichst viel Unterstützung erhalten. Er ist der einzige GDG-Manager, der bereits mit dem US-Präsidenten Barack Obama geredet hat und viele beneiden ihn dafür.

Nach dem Rundgang, haben wir ein Gruppenfoto, der ca. 250 Teilnehmer gemacht und sind zum Moscone Center West nach San Francisco gefahren. Wir haben uns dort für die I/O eingecheckt und anschließend unser Hostel aufgesucht.

Bevor ich diesen Beitrag nun abschließe, möchte ich nochmal auf die Unterstützung der Usergroups von team neusta zurückkommen. team neusta hat unter anderem der GDG Bremen T-Shirts für alle Mitglieder drucken lassen. Jan Stalhut, mein Zimmernachbar während dem Aufenthalt in San Francisco, hat auf dem folgenden Bild mal das T-Shirt zur Schau gestellt.

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