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Herausforderungen durch SEPA-Verlängerung

Am 09. Januar kündigte die EU-Kommission für die SEPA-Einführung eine zusätzliche Übergangsfrist bis zum 1. August dieses Jahr an. Während die Entscheidung, die noch durch EU-Rat und EU-Parlament bestätigt werden muss, auf Seiten der Kreditinstitute und Verbände auf ein geteiltes Echo stößt, scheint deren Bedeutung für Unternehmen klar. Sie dürfen nun weiterhin Überweisungen und Lastschriften im DTAUS Format bei den Banken einreichen. Jan Claas Bringezu, Geschäftsführer von neusta financial services und Payment Experte, wirft einen Blick auf die Auswirkungen dieser Entscheidung.

„Nach den Auseinandersetzungen über die unbefriedigenden Umsetzungsstandards der letzten Wochen überrascht die Entscheidung der EU-Kommission nicht – zu groß schien die Gefahr vor Störungen des Zahlungsverkehrs. Allerdings tragen die europäischen Entscheidungsträger damit den Versäumnissen vieler Unternehmen Rechnung, die es nun gilt innerhalb weniger Monate zu lösen. Dabei sollte auf Diskussionen nach dem Motto “Wir hätten es ja geschafft und die anderen sind schuld” verzichtet werden. Vielmehr ist es wichtig an den geplanten Umstellungsvorhaben festzuhalten. Sonst droht in sechs Monaten ein ähnliches Szenario. Unternehmen, die ihren Kunden gegenüber die Umstellung des Lastschriftverfahrens auf SEPA bereits inklusive Termin ankündigten, müssen an diesem Vorgehen festhalten. Hier gilt es alle Kräfte zu mobilisieren, um in den verbleibenden Tagen bis zum 1. Februar die letzten Aktivitäten abschließen zu können.

Aber auch Chancen bietet die Entscheidung: Projekte können aufgrund des verlängerten Zeitraumes optimiert werden, etwa bei der Umsetzung der SEPA-Basislastschrift mit verkürzter Vorlauffrist, der sogenannten COR1. Und natürlich lassen sich bereits diagnostizierte Fehler beheben. Besonders positiv klingt die Verlängerung in den Ohren jener Unternehmensvertreter, denen die Umstellung zum 1. Februar 2014 vermutlich nicht gelungen wäre. Diese können nun mit internen und externen Experten die SEPA-Umstellung vorantreiben, ohne als Zwischenlösung mit Back-Ups arbeiten zu müssen. In jedem Fall bleibt es spannend.“

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