kontakt

+49 421 20696 - 0
info@team-neusta.de

Falsches Signal

In einigen Pressemitteilungen und -beiträgen der letzten Woche wird geschrieben, dass Banken sich darauf einstellen,  einen Konvertierungsservice für Firmenkunden anzubieten, um auch Firmen, die die Umstellung auf SEPA nicht schaffen werden, die Teilnahme am Zahlungsverkehr auch über den 01.02.2014 hinaus zu ermöglichen. Dies geschehe in Kenntnis der aktuellen gesetzlichen Lage, die Banken einen solchen Konvertierungsservice untersagt, aber im Interesse der Volkswirtschaft.

Nun ist es nicht nur lobenswert sondern vielmehr wichtig sich über Folgen der SEPA Umstellung auf die einzelnen Unternehmen und darüber hinaus auf die Volkswirtschaft Gedanken zu machen. Aber die Ankündigung eines Konvertierungsservices bereits zum aktuellen Zeitpunkt ist ein falsches Signal! Hierdurch entzieht man den SEPA-Umsetzungsprojekten der Firmen die erforderliche Dringlichkeit und Priorität, da man ja bei der Bank weiterhin wie gehabt Zahlungen im DTAUS Format einreichen kann…… Dies kann nicht gewollt sein!

Vielmehr sollte in den Umsetzungsprojekten bereits an der SEPA Fähigkeit der aktuellen ZV-Daten (Kontostammdaten, Verwendungszweck etc.) gearbeitet werden. Einige Anbieter offerieren die Analyse der aktuellen Daten (z.B. der letzten Lastschrifteinzüge) mit dem Ziel, bereits vor der Umstellung auf SEPA Erkenntnisse über z.B. die künftige Rücklastschriftquote zu erhalten und entsprechende Gegenmaßnahmen aufsetzen zu können. Zudem gibt es ausreichend ZV-Dienstleister, die ab dem 01.02.2014 von Firmenkunden, denen die Umstellung nicht gelungen ist, DTAUS Daten entgegennehmen und in SEPA Zahlungen konvertieren können. Hierzu bedarf es nicht der Einbindung von Banken.

Banken, Firmen und Politik sollten sich darauf konzentrieren, gemeinsam die Umstellung zum 01.02.2014 zu schaffen und nicht bereits jetzt über Aufweichungen der gesetzlichen Grundlagen nachzudenken, die die Kosten der SEPA Umstellung insgesamt noch einmal deutlich erhöhen würden.

Share