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Definition: Cloud Computing

Das National Institute of Standards and Technology des U.S. Department of Commerce, kurz NIST, hat eine Empfehlung herausgegeben, was unter Cloud Computing zu verstehen ist und in welchen Formen es erscheint.

Damit man sich das vollständige Dokument nicht durchlesen muss, hier die wesentlichen Charakteristiken des Cloud Computings, wie sie vom NIST gesehen werden:
 

On-demand self-service – Selbstbedienung nach Bedarf
Darunter wird verstanden, dass der Nutzer eines Dienstes ohne weiteres Zutun des Anbieters zusätzliche Ressourcen wie Rechenzeit, Bandbreite oder Speicherkapazität selbständig hinzu- und abbuchen kann.
 
Broad network access – Breitgefächerter Zugriff über Netzwerk
Alle Dienste sind über das Netzwerk zu erreichen und können gleichermaßen von Thin- und Thick-Clients genutzt werden, bspw. auch via Handys, Tablets oder Desktop PCs. Das ist insofern bemerkenswert, als dass nach Definition der NIST der Zugang zu einem Cloud Service nicht in erster Linie abhängig sein soll von der Leistungsfähigkeit des Clients, sondern möglichst viele Nutzer die Ressourcen der Cloud erreichen und auch nutzen können sollen.
 
Resource pooling – Bündelung von Ressourcen
Die Ressourcen des Cloud Anbieters werden gebündelt und über ein Multi-Mandanten-System dynamisch an die Bedürfnisse des Kunden weitergegeben. Dem Benutzer muss dabei nicht mal klar sein, woher die Ressourcen tatsächlich stammen – so dass es in diesem Sinne ortunabhängige Ressourcen sind.
Auf einer höheren Ebene kann aber unter Umständen sehr wohl die physikalische Verortung der Ressourcen festgelegt werden: beispielsweise, in welchem Land oder in welchem Rechenzentrum die Ressourcen angeboten werden.
Zu den verwaltbaren Cloud Ressourcen zählen beispielsweise Speicherkapazität, Prozessorzeit, Arbeitsspeicher oder Bandbreite des Netzwerkes.
 
Rapid elasticity – Schnelle Elastizität
Ressourcen können schnell bereitgestellt und wieder zurückgegeben werden, um auf diese Weise – auch automatisiert – rasch skalieren und den Bedürfnissen des Nutzers gerecht werden zu können. Für den Benutzer erscheinen die möglich verfügbaren Ressourcen dabei als fast unbegrenzt.
 
Measured Service – Messbarkeit der Nutzung
Cloud Dienstleistungen können automatisch den Ressourcenbedarf optimieren und einstellen, die Nutzung soll dann über einen angemessenen Modus abgerechnet werden (bspw. Prozessorzeit für Prozessoren oder Kapazität für Festplatten).
Wichtig ist, dass alle verbrauchten Ressourcen souverän überwacht, gesteuert und automatisch berichtet werden können, so dass sowohl für den Anbieter als auch den Nutzer eine größtmögliche Transparenz herrscht.

 
Wenn Sie also demnächst eine Cloud Dienstleistung angeboten bekommen, sollten ruhig die hier vorgestellten Charakteristiken als Messlatte genommen werden:
 
Warum bspw. bieten Cloud Speicherdienste ein festes Kontingent von 25 GB Speicherplatz an, wenn ich in einem Monat vielleicht nur 10 GB davon verbrauche, aber in einem anderen Monat von unterwegs für ein kurzzeitiges Backup von gesammelten Daten 27 GB benötige?
 
Da würde man sich manchmal doch noch etwas mehr Elastizität wünschen. Technisch möglich wäre das auf jeden Fall.
 
 
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