Archiv des Autors: Jenny
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Charles macht`s Responsive
Kürzlich hat mein Kollege in die Runde geworfen, dass die Website www.bundeskanzlerin.de gelauncht wurde. Aha, dachte ich, dass ist spannend. Denn wer könnte ein besseres (Online-)Vorbild sein, als die Regierungs-Oberhäupter? In Deutschland vor allem interessant, weil der neuaufgelegte Blog von SPD-Kanzlerkandidat Per Steinbrück knapp eine Woche vor dem Relaunch von Frau Merkels Website offline gestellt wurde.
Aber zurück zum Thema Vorbild. Denn die Vorbildfunktion bezieht sich nicht nur auf rechtliche Bedingungen wie die Einbindung des Impressums, sondern auch auf die Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit. Aber das spannende an den Websites der „Offiziellen“ ist jedoch, dass ihre Berater und Beraterinnen ganz genau wissen, was zu tun ist: Die Bürger und Bürgerinnen im Netz abholen. Und bei jungen Leuten können sie das am besten mit Zeitgeist und damit mit User Experience.
Heute im Kurz-Check: Bundeskanzlerin Merkel (Relaunch im Februar 2013) vs. Prince Charles (Relaunch im November 2012).
Deutschland
Funktionale Auffälligkeit: Liegt der Cursor auf dem Slider und der User beginnt, mit dem Mouse Rad zu scrollen, so scrollt der Slider und nicht die Webseite.
Touch is top: Die großflächigen Elemente zur Content-Einbindung zeigen, dass die mobile Handhabung mit Touchscreens berücksichtigt worden ist.
Social Media lebt: Die Link-Elemente, die zu Twitter und Co verlinken, sind unverkennbar. Aber wo ist denn bitte facebook abgeblieben?
Highlight: Auch wenn es irgendwie an Twitter erinnert. Aber was soll`s – der Terminkalender ist schick aufbereitet.
Fehler passieren: Wird die „Leichte Sprache“ gewählt, gibt es keine Möglichkeit, die Einstellung rückgängig zu machen (das Wording für das Acronym „Leichte Sprache“ ist aber auch wirklich knifflig). Gut, dass der Browser da ist!
Großbritannien
http://www.princeofwales.gov.uk/
Funktionale Auffälligkeit: Hier heißt es: “Welcome to the world of Windows 8″. Insbesondere im Bereich “For Children” – aber das ist nicht nur für Kinder interessant.
Touch is top: Ich kann mich nur wiederholen: Die großflächigen Elemente zur Content-Einbindung zeigen, dass die mobile Handhabung mit Touchscreens berücksichtigt worden ist.
Social Media lebt: Der hat einfach alles. Aber versteckt (rechts unten im Footer) als seriös-schick verkleidete Schwarzweiß-Kacheln.
Highlight: Charles macht`s Responsive! Sehr vorbildlich!
Fehler passieren: Schade, dass dem User ausschließlich auf der Startseite nicht angezeigt wird, dass er sich auf „Home“ befindet. Aber was nicht ist, das kann ja noch werden.
Nächstes Mal
Bei unserem nächsten “Government-Check” reisen wir in die USA und zu unserem Nachbarn Frankreich.
Finde den Usability-Fehler
Ein Beispiel, dass uns zeigt, dass manche Usability-Fehler einfach nicht selbsterklärend sind.
Usability Testing – Ist komisch? Ist aber so!
Wie kann man die Anwendung eines Usability Testing-Porgamms simple und verständlich erklären? Man nehme den Zeichenstil der “Simpsons” und den Erklärungsstil sowie die Musik von der “Sendung mit der Maus”. Hinzu kommen typische Charaktere, die im Usability Testing-Prozess mitwirken und schließlich wird chronologisch erzählt, warum und wie ein solches Programm eingesetzt werden kann.
Frohe Festtage!
Das fux-Team wünscht allen UX-lern Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Jahr 2013!


